Radioökologie
verstehen, wie die Umwelt auf Radioaktivität reagiert

 



Die Älteren erinnern sich vielleicht: Am 26. April 1986 ereigneten sich eine Kernschmelze und eine Explosion im Kernreaktor des Kraftwerks in Tschernobyl. Nachrichten über diese Katastrophe gingen um die ganze Welt.

 

Viele Menschen bekamen Angst: Auch in Deutschland entstanden teilweise hitzige Diskussionen über möglicherweise verstrahlte Lebensmittel. Als eine direkte Folge des Unglücks wurde unter anderem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gegründet. Daneben rückte — zumindest zeitweise — eine wissenschaftliche Disziplin in den Vordergrund des Interesses, die die Auswirkungen radioaktiver Strahlung auf die Umwelt untersucht: die Radioökologie.

 

Das Jahr 1986 ist lange vorbei, was allerdings keineswegs bedeutet, dass Radioökologen nicht mehr gebraucht werden. Nach wie vor trägt ihre Arbeit zum Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung bei.